Aktuelles

Thema Flüchtlinge von Margó Oswald

Donnerstag, den 13. Oktober 2016 um 13:35 Uhr

Was Macht hat, mich zu verletzen ist nicht halb so stark, wie mein Gefühl, verletzt werden zu können.    
William Shakespeare

Flüchtlinge annehmen, das hört sich doch ganz leicht an. Ist es aber nicht. Wir haben zwar meist Mitgefühl aber wir haben eben auch Ängste.
Und noch schlimmer ist es in unserem Inneren. Wir haben nicht nur eine unbewusste aber dennoch riesengroße Angst vor unseren inneren Flüchtlingen, sondern in Situationen, die uns an die damals lebensbedrohlichen Gegebenheiten erinnern, können wir uns auch seitdem nicht mehr fühlen.
Und wir geben uns die Schuld.
Hätten wir nicht so gehandelt, wie wir handelten/gesagt, was wir gesagt haben... Wären wir nicht so, wie wir waren/sind, dann wären wir nicht ins Bodenlose gefallenoder dann wäre wenigstens Jemand da gewesen, der uns gehalten hätte. Um damals (seelisch bis ins Mark erschüttert ) zu überleben, mussten wir das innere Sicherheitssystem einrichten.
Und das scheint ein Teufelskreis zu sein:
Wir geraten (immer wieder einmal) in eine, für uns ähnlich bedrohliche Situation und schon wird der innere Automatismus ausgelöst und wir spüren uns nicht mehr. Hierdurch sind wir in scheinbarer Sicherheit, sind aber in Wirklichkeit wieder genauso hilf- und machtlos wie damals und können (wieder und immer noch) nichts ändern.

Sei denn behutsam! Furcht gibt Sicherheit.   
William Shakespeare

Wie aber kann es dann jemals gelingen, dieses bombensichere System zu beenden,jetzt, wo wir erwachsen sind und es nicht mehr brauchen?
Indem wir auf unsere Helfer, unsere Zipperlein, Krankheiten und Gebrechen achten! Setzen wir uns z. B. unter Druck, könnten uns Nacken- und Kopfschmerzen quälend zeigen: Wir sitzen uns selbst im Nacken und zerbrechen uns schmerzhaft den Kopf.  Mit Schmerzmitteln schlagen wir unsere wahren Gefühle aber schnell wieder in die Flucht. Also muss der Körper mit größeren Geschützen aufwarten. Der Darm oder auch der Rücken, unser Herz, der Blutdruck, überall zeigt sich unsere innere Wahrheit, die wir, weil sie uns Angst macht, wieder in die Flucht schlagen. Fast immer hält uns unser Verstand davon ab hinzuspüren und in uns hinein zu horchen. "Stell dich nicht so an. Es ist eben so. Da kann man nichts dran ändern", sagt er. Und: "Es gibt halt so viele Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten." Meist glauben wir lieber unserem Verstand und schlagen unsere wahren Gefühle, die uns sowieso nur Angst machen und daher (wieder) nicht sein dürfen immer und immer wieder in die Flucht.
Mit Spritzen, Entfernen, Herausschneiden oder sonstigem "Geschoss".

 Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.    
Khalil Gibran

Wir brauchen Mut, unsere Flüchtlinge wirklich zu sehen, ihre Not, ihr Elend, abgelehnt, ausgegrenzt, nirgendwo dazu gehörend, einsam und ins Bodenlose fallend. Und wir brauchen Geduld mit uns und unserer riesengroßen Angst, sie zu spüren und ihr/uns die Zeit zu lassen, die sie/wir brauchen um uns auf Einander einzulassen,uns zu trauen, so zu sein, wie wir (auch) sind, so wie wir jeweils wirklich fühlen, (z. B. überfordert, ausgepowert, verletzlich, einsam, nicht dazugehörig, ängstlich, dünnhäutig, hilf- und machtlos, traurig, verwirrt, verzweifelt,... ) und zu wagen, ganz und jederzeit, so zu sein, wie wir wirklich sind.

 Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.     
Konfuzius

 Eine Aufstellung mit all unseren inneren Flüchtlingen und mit unserer Angst,
öffnet und führt uns den Weg zu uns und unserer ureigenen Wahrheit.

 Lasst uns beherzt sein.

Herzliche Grüße Margó Oswald
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Was tut ein Kind, das Laufen lernt, auch wenn es immer wieder hinfällt?

Was tut ein Kind, das Laufen lernt, auch wenn es immer wieder hinfällt?

Einfach wieder aufstehen und weiterlaufen, auch wenn es weh tat. So lange, bis es die anfänglichen "Fehler" hinter sich lässt und es schließlich klappt.

 Angst, Schuld und abgelehnte Anteile/Gefühle

Es gibt, wie schon mehrfach erwähnt, einen Bereich in unserem Leben, den anzurühren wir tunlichst vermeiden, um uns nie wieder hilf- und machtlos zu fühlen. Es ist der Bereich in unserem Leben, in dem wir früher einmal eine große existentielle Bedrohung erlebt haben, sodass wir uns seitdem unbewusst "schützen", indem wir uns, in solchen oder ähnlichen Situationen, von unseren Gefühlen trennen.

 "Bestimmte Situationen machen mir solche Angst, dass ich sie inzwischen vermeide."
"Ich werde gemobbt. Das ist mir schon im Kindergarten so gegangen."
"Warum nur gerate ich immer an die falschen Menschen?"
"Immer werde ich ausgebeutet, privat aber auch beruflich. Das war schon immer so."
"Ich werde irgendwie übersehen, das ist schon von klein an so."

 Solche und ähnliche Aussagen können anzeigen, dass wir uns, tief in unserem Inneren, selbst die Schuld an genannten Unglück geben. Das wiederum kann zu Gedanken führen, wie: "Mit mir muss etwas nicht in Ordnung sein. Wenn es immer wieder passiert, mit unter schiedlichen Menschen/in unterschiedlichen Situationen, kann es doch nur an mir liegen! Und dann sind wir, tief in uns, auch davon überzeugt, dass uns keiner so lieben kann wie wir wirklich sind. Wir selbst lehnen uns, bzw. einen wichtigen Teil von uns selbst, ab. Diesen können wir nicht so lieben, wie er ist (uns selbst nicht so, wie wir (auch) sind).
Wir haben das Vertrauen in uns verloren!

 Zwei potentielle Beispiele dazu:

Ein Kleinkind sucht Liebe und Aufmerksamkeit bei Erwachsenen. Es gerät in eine, für das Kind existentiell sehr bedrohliche Situation, es wird missbraucht. Nun kommt es darauf an, ob das Kind danach "aufgefangen wird" oder ob es erlebt, dass Andere es komisch behandeln, ihm nicht glauben oder es irgendwie ablehnen. Fortan könnte dieses Kind nun unbewusst immer Angst haben, Jemandes Liebe oder besondere Aufmerksamkeit. auf sich zu ziehen, denn für das Kind waren vielleicht diese eigenen Gefühle/Anteile "schuld" daran, dass es missbraucht wurde. Sobald diese Gefühle in diesem, inzwischen erwachsenen gewordenen Menschen auftauchen, wird dieser innerlich wieder zum Kind und genauso hilf- und machtlos. Die Angst "schützt" es, indem sie es sofort von diesen Gefühlen trennt, damit "es" nicht wieder passiert.

 Was lässt uns nicht mehr an uns glauben und auf unsere eigene Intuition vertrauen?
Glaubenssätze wie: Das schaffst Du nie! Du doch nicht! Du fällst! Oder Ähnliches?

 Ein anderes Kind will nicht folgen. Es reißt sich vielleicht los, wird angefahren und schwer verletzt. Es erlebt eine existentiell extrem bedrohliche Situation. Vielleicht bekommt das Kind danach zu hören: Siehst Du, wenn du nicht folgst, ... Dieses Kind lehnt in der Folge vielleicht seinen eigenen Willen ab, weil es meint , dass dieser daran "schuld" ist, dass es verunglückte. Dieses Kind würde sich, auch als Erwachsene/r unbewusst immer dann, wenn der eigene Wille zu spüren ist, von diesem trennen, damit "es" nicht wieder passiert.

 Was tun wir, wenn wir etwas neu einüben/erproben, einige Male gestrauchelt sind und es jedes Mal weh tut?
Wir lernen nicht aus dieser Erfahrung, um es beim nächsten Mal anders zu machen, sondern wir sagen und glauben: "Das schaffe ich sowieso nie! Weil wir inzwischen dem, was Andere sagten und sagen, mehr vertrauen als uns selbst.

 Herzliche Grüße
Margó Oswald

 Es ist an der Zeit, uns unsere "Schuld" genauer anzusehen, um uns von ihr befreien. Damit wir uns selbst (unsere abgelehnten/in die Flucht geschlagenen Anteile/Gefühle) wieder annehmen, wieder an uns selbst glauben und uns selbst wieder vertrauen.

   

Verdrängung und Abwehr oder Annahme

Freitag, den 08. April 2016 um 09:42 Uhr

Es gibt nichts Interessanteres als in all die Welten einzutauchen, die sich mir öffnen. Wo das undurchdringliche Gestrüpp der Glaubenssätze, Kontrollmechanismen und Sicherheitssysteme bisher den Weg blockierte, finden wir gemeinsam den Weg hinaus, ins Licht und auf den eigenen Weg.

Verdrängung und Abwehr oder Annahme

Lehnen wir Flüchtlinge grundsätzlich ab, weil wir nicht mit ihnen fühlen (können) und verdrängen ihre Problematik und ihren Wunsch, angenommen zu werden, eine sichere Heimat zu finden und das Leben wieder genießen zu können? Oder nehmen wir sie an, trotz aller Befürchtungen und Ängste, die dadurch aufkommen?

Stellen wir uns vor, wir hören irgendwo draußen Schüsse. Wir sehenängstliche und aufgeregte Menschen auf unser Haus zulaufen, um in Sicherheit zu gelangen. Würden wir uns in dieser Situation fragen, ob wir sie hereinlassen oder uns abwenden? Oder würden wir nicht vielmehr spontan unsere Tür für sie öffnen, sie erst einmal in unser Haus und somit in Sicherheit lassen?

Im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik spiegelt sich unser Umgang mit unseren eigenen, inneren abgelehnten (in die Flucht geschlagenen) Anteilen. Unser inneres Sicherheitssystem und unsere Kontrolle, hindern uns daran, in für uns sehr bedrohlichen Situationen, mit uns (und daher mit Anderen) mitzufühlen. So schützen sie/wir uns davor, Gefahr zu laufen "ins Bodenlose zu fallen".

Vielleicht hatten wir keine Lust fleißig und strebsam zu sein, wie Eltern und Geschwister. Vielleicht konnten wir das, was jene Alle erreichten, nie hinbekommen, obwohl wir uns nach Kräften und immer wieder so sehr darum bemühten. Die hierdurch oder auch aus anderen Gründen erfolgte Ablehnung, durch ihm wichtige Bezugspersonen, ist für ein Kind dermaßen bedrohlich, dass es "den Boden unter den Füßen verliert" und, weil niemand es hält, "es ins Bodenlose stürzt". In solchen als lebensbedrohlich erlebten Situationen, sind Kontrolle und inneres Sicherheitssystem entstanden und die Verdrängung des abgelehnten eigenen Anteils. So konnte das Kind überleben. In uns Erwachsenen wirkt diese riesengroße Angst auch weiterhin.
Unsere Vernunft aber sagt uns: Vor Ablehnung oder Liebesentzug braucht man doch keine Angst zu haben! Und wenn doch, dann auf keinen Fall eine solch riesengroße! Im Zwiespalt zwischen Gefühl und Vernunft, gewinnt die Vernunft und wir merken weder, dass wir Angst haben, noch, dass wir nur überleben/nicht voll und ganz leben.
Und unsere Kontrolle hilft uns zusätzlich, dieser Angst nie wieder begegnen müssen, indem wir prinzipiell, entsprechenden Situationen aus dem Weg gehen. So z. B., indem wir Flüchtlinge und ihre Aufnahme kategorisch ablehnen. So meinen wir dann alles unter Kontrolle zu haben.
Aber: Wir haben gar keine Kontrolle! Über nichts im Leben!
Wir können unser Bestes tun und geben und trotzdem: Alles kann anders kommen. Die von uns abgelehnten und in die Flucht geschlagenen Anteile, gehören zu uns. Nur weil wir sie verdrängt haben, "lösen sie sich nicht in Luft auf". Auch sie möchten wieder von uns angenommen werden und in Sicherheit sein.
Genauso, wie die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten zu uns gehören. Es sind Menschen, mit den gleichen Wünschen. Sie möchten in Frieden zu leben. Haben wir den Mut, mit uns/unseren abgelehnten, heimatlosen Anteilen, wie auch mit all den heimaltlosen, abgelehnten Flüchtlingen mitzufühlen?
Wie würde es uns gehen, die Heimat verlassen zu müssen, womöglich noch mit schutzbedürftigen Kindern, Strapazen und Lebensgefahr, auch der eigenen Kinder, in Kauf nehmend, um endlich (in Frieden) zu leben,
um dann abgelehnt, ein- und ausgegrenzt, hingehalten, ... zu werden?
Haben wir den Mut, ihnen unsere Türe öffnen und uns unseren Ängsten zu stellen?

Wir sind frei, unabhängig und autark. Und gleichzeitig brauchen wir immer wieder einmal Andere (das uns Fremde), um uns fürs/ins Leben zu befreien.

Herzliche Grüße Margó Oswald

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Flüchtlinge sind wie eigene, (aus Angst) abgelehnte Gefühle

Mittwoch, den 06. Januar 2016 um 19:17 Uhr

Nur eine Lebensweise, die das Reich des Unbekannten und Geheimnisvollen einschließt, steht im Einklang mit dem Leben selbst. Yehudi Menuhin *1916

Flüchtlinge sind wie eigene, (aus Angst) abgelehnte Gefühle

Im Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation und unseren Reaktionen auf den Flüchtlingsstrom, können wir erkennen, wie wir mit uns selbst umgehen, nämlich mit unseren eigenen, uns unangenehmen inneren Anteilen,
die wir ablehnen/verdrängen/in die Flucht geschlagen, sobald sie sich nur regen.

In Situationen, in denen wir nicht unsere wahren (von uns als negativ oder oft auch peinlich empfundenen) Gefühle/Wünsche/Bedürfnisse zulassen, sondern uns genauso cool, gutmenschlich, besonnen, unverletzlich, großzügig, stark, selbstsicher, ... aber auch entsetzt, wütend, panisch, fanatisch, mobbend, ..., wie alle Anderen zeigen, ist das so.
Aus Angst Erwartungen zu enttäuschen, abgelehnt oder verlacht zu werden, außen vor zu sein und uns somit allein- und stehen gelassen zu fühlen, lehnen wir uns lieber selbst ab, enttäuschen und verletzen uns damit selbst und lassen uns selbst allein, ohne jegliches Mitgefühl, ja ohne es überhaupt bewusst mitzubekommen.

Übrigens ist die Angst einer unserer abgelehnten, inneren Flüchtlinge. Was, wenn wir sie nicht mehr verdrängen, sondern wahrnehmen?

Dann könnten wir uns mit unserer Angst verbünden und uns mit ihr besprechen. Vorausgesetzt, wir tun ihre Befürchtungen nicht ab, sondern nehmen sie ernst.

Vielleicht sagt unsere Angst dann ja: "Bis jetzt war alles sicher. Das Fremde, Unbekannte, Unberechenbare macht alles unsicher und mir Angst."

"Stimmt", können wir ihr antworten, "aber die Flüchtlinge sind schon da. Wir können also nur überlegen, wie es für dich wieder sicher werden kann. Was, wenn wir unsere Sicher- und Geborgenheit mit den Flüchtlingen teilen, was meinst du, werden sie diese dann mit Füßen treten?"

"Nein!", sagt die Angst, "die Flüchtlinge wünschen sich ganz bestimmt nichts sehnlicher als sicher und geborgen zu sein."

"Prima. Teilen wir doch unsere Sicher- und Geborgenheit mit ihnen und wahren und stärken sie dann mit ihnen gemeinsam. Angst? Bist du noch da?"

"Ja, aber ich bin kleiner geworden, jetzt wo du mich ernst nimmst."

Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen,
ein in Raum und Zeit begrenzter Teil.
Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als getrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewusstseins.
Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis für uns, das uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen beschränkt.
Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst. Albert Einstein

Ich wünsche Ihnen/Dir ein gesundes, glückliches und erfüllendes neues Jahr, Margó Oswald

   

Liebe muss nicht bitten, auch nicht fordern

Liebe muss nicht bitten, auch nicht fordern.
Liebe muss die Kraft haben, in sich selbst zur Gewissheit zu kommen.
Dann wird sie nicht mehr gezogen, sondern zieht.        
Hermann Hesse

Von Selbstliebe, Selbstwert und Selbstvertrauen

In meiner täglichen Arbeit erlebe ich es immer wieder und ebenso bei mir selbst, dass wir Anderen gegenüber viel Verständnis, Geduld, Großmut, etc. aufbringen, uns selbst aber weder Mitgefühl, Verständnis noch Geduld entgegenbringen.

Uns selbst gegenüber sind wir oft unerbittlich, kleinlich, wir erheben uns über uns selbst, geben uns ständig für alles Mögliche die Schuld, machen uns klein, schimpfen oder beschimpfen uns, wir zerstören uns unsere Träume,
verachten uns sogar oft dafür und auch für unsere Gefühle.

Irgendwann in unserer Kindheit/Jugend, wurden wir abgelehnt, vielleicht auch verlacht und verhöhnt, ... auf jeden Fall fühlten wir uns, von den Menschen, denen wir vertrauten, die wir liebten und die uns wichtig waren, allein und stehen gelassen, weil wir anders waren, empfanden und/oder handelten als diese von uns erwarteten und evtl. auch weil wir anders waren, als "man" sich gesellschaftlich verhält oder handelt.

Das hat uns erschüttert und uns die Anteile von uns, von denen wir meinten, dass sie damals daran "schuld" daran waren, verstecken lassen, vor den Anderen aber auch vor uns selbst, dennso (ungeliebt, abgelehnt, alleingelassen) wollten wir uns niemals mehr fühlen.

Das wiederum hat dazu geführt, dass wir seitdem, genauso mit uns umgehen.
Wir lehnen uns ab, wenn wir z. B. krank oder schwach sind, wenn wir nicht viel schaffen und wenn wir anders empfinden und handeln würden als Andere. In solchen Situationen fühlen wir nicht mit uns, bleiben somit nicht bei uns, sondern stellen uns auf die Seite der/des Anderen.

Wenn wir uns bewusst machen, dass wir sehr große Angst davor haben, Andere, die wir lieben und die uns wichtig sind, zu verlieren und davor, uns noch einmal so zu fühlen, wie damals, verlacht, verhöhnt, beschämt, allein und stehen gelassen, ... dann ist der erste Schritt aus diesem unfreiwilligen Wiederholungsdrama getan.

Der zweite Schritt ist es, uns bewusst zu machen, dass wir uns noch dazu wertlos fühlen und daher meinen selbst an all dem schuld zu sein, weil wir nicht "perfekt" und nicht immer genauso sind, fühlen und handeln, wie Andere es von uns erwarten oder zu erwarten scheinen. Danach gelingt es, uns Schrittchen für Schrittchen unserer Angst, unseren Schuldgefühlen und all den anderen, schrecklichen Gefühlen zu stellen und uns so, Stück für Stück, von ihnen lösen.

So entwickeln wir mehr und mehr Selbstliebe, Selbstwert und Selbstvertrauen,
Grundvoraussetzung für ein erfüllendes Leben.
 

Stell Dir vor, in Anderen begegnest Du Dir selbst.
Kannst Du ihn/sie sein lassen, wie er/sie ist, ja ihn/sie annehmen
und vielleicht sogar schätzen, weil er/sie ist, wer und wie er/sie ist?
Und dann übertrage alles auf Dich selbst und Deine inneren Anteile.

Herzliche Grüße
Margó Oswald
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