Thema Flüchtlinge von Margó Oswald

Was Macht hat, mich zu verletzen ist nicht halb so stark, wie mein Gefühl, verletzt werden zu können.    
William Shakespeare

Flüchtlinge annehmen, das hört sich doch ganz leicht an. Ist es aber nicht. Wir haben zwar meist Mitgefühl aber wir haben eben auch Ängste.
Und noch schlimmer ist es in unserem Inneren. Wir haben nicht nur eine unbewusste aber dennoch riesengroße Angst vor unseren inneren Flüchtlingen, sondern in Situationen, die uns an die damals lebensbedrohlichen Gegebenheiten erinnern, können wir uns auch seitdem nicht mehr fühlen.
Und wir geben uns die Schuld.
Hätten wir nicht so gehandelt, wie wir handelten/gesagt, was wir gesagt haben... Wären wir nicht so, wie wir waren/sind, dann wären wir nicht ins Bodenlose gefallenoder dann wäre wenigstens Jemand da gewesen, der uns gehalten hätte. Um damals (seelisch bis ins Mark erschüttert ) zu überleben, mussten wir das innere Sicherheitssystem einrichten.
Und das scheint ein Teufelskreis zu sein:
Wir geraten (immer wieder einmal) in eine, für uns ähnlich bedrohliche Situation und schon wird der innere Automatismus ausgelöst und wir spüren uns nicht mehr. Hierdurch sind wir in scheinbarer Sicherheit, sind aber in Wirklichkeit wieder genauso hilf- und machtlos wie damals und können (wieder und immer noch) nichts ändern.

Sei denn behutsam! Furcht gibt Sicherheit.   
William Shakespeare

Wie aber kann es dann jemals gelingen, dieses bombensichere System zu beenden,jetzt, wo wir erwachsen sind und es nicht mehr brauchen?
Indem wir auf unsere Helfer, unsere Zipperlein, Krankheiten und Gebrechen achten! Setzen wir uns z. B. unter Druck, könnten uns Nacken- und Kopfschmerzen quälend zeigen: Wir sitzen uns selbst im Nacken und zerbrechen uns schmerzhaft den Kopf.  Mit Schmerzmitteln schlagen wir unsere wahren Gefühle aber schnell wieder in die Flucht. Also muss der Körper mit größeren Geschützen aufwarten. Der Darm oder auch der Rücken, unser Herz, der Blutdruck, überall zeigt sich unsere innere Wahrheit, die wir, weil sie uns Angst macht, wieder in die Flucht schlagen. Fast immer hält uns unser Verstand davon ab hinzuspüren und in uns hinein zu horchen. "Stell dich nicht so an. Es ist eben so. Da kann man nichts dran ändern", sagt er. Und: "Es gibt halt so viele Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten." Meist glauben wir lieber unserem Verstand und schlagen unsere wahren Gefühle, die uns sowieso nur Angst machen und daher (wieder) nicht sein dürfen immer und immer wieder in die Flucht.
Mit Spritzen, Entfernen, Herausschneiden oder sonstigem "Geschoss".

 Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.    
Khalil Gibran

Wir brauchen Mut, unsere Flüchtlinge wirklich zu sehen, ihre Not, ihr Elend, abgelehnt, ausgegrenzt, nirgendwo dazu gehörend, einsam und ins Bodenlose fallend. Und wir brauchen Geduld mit uns und unserer riesengroßen Angst, sie zu spüren und ihr/uns die Zeit zu lassen, die sie/wir brauchen um uns auf Einander einzulassen,uns zu trauen, so zu sein, wie wir (auch) sind, so wie wir jeweils wirklich fühlen, (z. B. überfordert, ausgepowert, verletzlich, einsam, nicht dazugehörig, ängstlich, dünnhäutig, hilf- und machtlos, traurig, verwirrt, verzweifelt,... ) und zu wagen, ganz und jederzeit, so zu sein, wie wir wirklich sind.

 Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.     
Konfuzius

 Eine Aufstellung mit all unseren inneren Flüchtlingen und mit unserer Angst,
öffnet und führt uns den Weg zu uns und unserer ureigenen Wahrheit.

 Lasst uns beherzt sein.

Herzliche Grüße Margó Oswald
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